Wissenswertes zu Ausbildung und Verein
Hier finden Sie grundlegende Informationen zur tiergestützten Arbeit, zu unseren Strukturen und zu wichtigen Rahmenbedingungen.
Allgemeines
UNZERTRENNLICH
Das Therapiebegleithunde-Team!
Respekt, Vertrauen, Hilfsbereitschaft und Achtung der Seminarteilnehmer und der Seminarleitung untereinander, haben bei uns oberstes Gebot. Bei Erfolgen freut man sich zusammen, wenn es mal nicht so gut klappt wie erhofft, so hilft man sich gegenseitig.
Freundlichkeit, Fairplay, ehrlich gezeigte Freude, aber auch Ermutigung und Trost gehören zu unserem Teamgeist.
Unsere speziell ausgebildeten und geprüften Teams fungieren während ihrer Einsätze als Einheit, denn die Therapiehunde der Teams verbleiben als ausgebildete Hunde bei ihrem ebenfalls geschulten, ausgebildeten und geprüften Besitzern.
Der Hund selber ist nicht als Therapie zu verstehen, er hat eine begleitende und unterstützende Funktion, die immer zusammen mit seinem ausgebildeten Besitzer und dem jeweiligen Fachpersonal erfolgen sollte.
Unsere „DATB e.V.-Therapiebegleithunde-Teams geben ihre Hunde nicht zur Arbeit aus der Hand, wir unterstützen keine „Leih-Hund-Modelle".
Beide, der Hundeführer und sein Hund, arbeiten zusammen als harmonisches Team an wechselnden Einsatzorten und mit unterschiedlicher Klientel.

Wie wirken Hunde auf den Menschen?
Hunde haben einen nachweislich positiven Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden tierlieber Menschen. Sie vermitteln Lebensfreude, Trost und Sicherheit und ermöglichen durch ihre Nähe eine besonders enge Beziehung zum Menschen. Mit ihrem feinen Gespür für Stimmungen begegnen Hunde Menschen wertfrei und holen sie dort ab, wo sie gerade stehen. Durch den gewünschten Körperkontakt stabilisieren sie die emotionale Ebene, fördern Aufmerksamkeit und innere Ruhe und tragen dazu bei, Stress abzubauen. Die Anwesenheit eines Hundes senkt die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol, was zu Muskelentspannung und einem niedrigeren Blutdruck führt. Gleichzeitig regen Hunde durch ihr Aussehen, ihren Geruch und ihre Körperwärme die Sinne an und unterstützen so die Entwicklung eines neuen, positiven Körpergefühls.
Wie können Hunde helfen?
Sie werden gezielt für therapeutische und pädagogische Einsätze ausgebildet und entsprechend verantwortungsvoll eingesetzt. Durch ihren freundlichen, einladenden Charakter bringen die Hunde Abwechslung und Freude in den Alltag von Menschen mit Unterstützungsbedarf. Sie vermitteln Sicherheit und Vertrautheit, ermutigen, trösten und lenken ab. Diese besonderen „tierischen“ Eigenschaften erleichtern den Einstieg in einen beginnenden Therapieprozess und können fachtherapeutische Maßnahmen sinnvoll unterstützen und begleiten.
Was bedeutet "tiergestützte Therapie/Intervention mit Hunden"?
Therapiebegleithunde-Teams können den Alltag von Menschen mit Unterstützungsbedarf spürbar erleichtern. Durch den direkten Kontakt zwischen Tier und Mensch wird nicht nur das allgemeine Wohlbefinden gesteigert, sondern auch der Erfolg herkömmlicher Therapiemaßnahmen unterstützt. In Einrichtungen des Schul- und Bildungswesens vermitteln die Teams altersgerecht Grundlagen der Kynologie und üben gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen den sicheren und respektvollen Umgang mit Hunden. Dabei setzen sie ihre Hunde als „Co-Pädagogen“ oder „Lesehelfer“ ein und tragen so zu einer positiven Lernatmosphäre bei. Außerdem beraten und begleiten die ausgebildeten Teams Menschen mit Hundephobie und können, eingebunden in eine Psychotherapie, große Erfolge erzielen, indem sie die Therapeut:innen gezielt unterstützen.

Voraussetzungen für die Ausbildung
Berufliche Qualifikationen
Grundsätzlich gilt: Vor Beginn der Ausbildung stellt sich jedes Therapiebegleithunde-Team persönlich beim jeweiligen Ausbilder vor. In diesem sogenannten Sichtungstermin verschafft sich die Ausbildungsleitung einen eigenen Eindruck von den Interessenten und ihren Hunden, da für die Teilnahme an der Ausbildung bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Alle weiterführenden Informationen zur Ausbildung, zur Seminaranmeldung sowie sämtliche erforderlichen Unterlagen erhalten Sie direkt über Ihren zuständigen Ausbilder.
Teilnehmen können...
Personen ohne berufliche Qualifikation (Ausnahmen): Voraussetzung ist ein intensives Gespräch und ein persönliches Kennenlernen zwischen den Ausbildern und der interessierten Person
Ausbildung mit oder ohne Hund
Sofern die auszubildende Person bereits einen eigenen Hund besitzt, kann dieser selbstverständlich an allen Seminartagen teilnehmen. Sollte noch kein eigener Hund vorhanden sein, sprechen Sie gerne die Seminarleitung an. Für den praktischen Teil der Ausbildung besteht die Möglichkeit, vorübergehend einen Hund zur Verfügung gestellt zu bekommen. Die Seminarleitung unterstützt Sie hierbei gerne und berät Sie individuell.
Anforderungen an den eigenen, mitgebrachten Hund
- Der Hund muss gesund sein!
Alle nötigen und erforderlichen veterinärmedizinischen Untersuchungen, (allgemeiner Gesundheitszustand, Impfungen, Zoonosen- Prophylaxe, Nachweis der Wurmfreiheit) müssen dokumentiert sein - Verlässlicher Grundgehorsam
- Gute Teambindung zwischen Hund und Mensch, gegenseitiges Vertrauen und Respekt!
- Versicherungsschutz
- Für das Ablegen der Kombiprüfung muss der Hund ein Mindestalter von 12 Monaten haben. Sollte der Hund bei Seminarbeginn jünger sein, kann die Kombiprüfung an einem anderen Prüfungstermin nachgeholt werden
Eigene Vorbereitungen vor Seminarbeginn
- Liebevolle, konsequente Erziehung des Hundes mit Freude und Respekt. Immer und ausschließlich mit positiver Konditionierung unter Berücksichtigung von Spiel, Training und Ruhezeiten
Ausbildungsformen
In unserer Ausbildung bieten wir zwei spezialisierte Ausbildungsformen an: die
Ausbildung zum Behindertenbegleithund sowie die
Ausbildung zum Therapiebegleithunde-Team. Beide Ausbildungswege verfolgen unterschiedliche Schwerpunkte und Einsatzbereiche, haben jedoch das gemeinsame Ziel, Menschen im Alltag gezielt zu unterstützen und ihre Lebensqualität zu verbessern. Während Behindertenbegleithunde vor allem praktische Hilfestellungen im täglichen Leben leisten, werden Therapiebegleithunde-Teams für den pädagogischen, therapeutischen und sozialen Einsatz ausgebildet.
BEHINDERTENBEGLEITHUNDE/
ASSISTENZHUNDE
Die Ausbildung erfolgt in Einzelstunden oder in Seminarform mit Theorie und Praxis.
Bei Interesse freuen wir uns über eine Kontaktaufnahme über das Kontaktformular am Ende dieser Seite.
THERAPIEBEGLEITHUNDE-TEAMS
Die Seminare finden berufsbegleitend entweder als Wochenendseminar (ein Wochenende im Monat) oder in Form von Blockunterricht (jeweils 1 Woche im Monat) statt. Die Hunde sind immer dabei.
Prüfungstermine und Prüfungsorte richten sich nach den jeweiligen Seminaren.
Wie arbeitet ein Therapiebegleithunde-Team?
Das Team hilft und begleitet Menschen in jeder Lebensphase mit Unterstützungsbedarf.
Es orientiert sich an biografischen Gesichtspunkten, individuellen Interessen und Bedürfnissen.
Die tiergestützte Therapie / Intervention berücksichtigt die Fähigkeiten, die Art der Erkrankung und den Entwicklungsstand des Menschen. Zusammen mit dem betreuenden Personal, den Therapeuten und / oder der Pädagogen wird ein Konzept erarbeitet und die Einsätze dokumentiert.
Immer im Blick: der Fortschritt der Genesung oder des Entwicklungsstandes der Menschen immer unter Berücksichtigung des Tierschutzes. Der Hund selber ist nicht als Therapie zu verstehen, er hat eine begleitende und unterstützende Funktion, die immer zusammen mit seinem ausgebildeten Besitzer und dem jeweiligen Fachpersonal erfolgen sollte. Die Settings finden in verschiedenen Einrichtungen oder in der gewohnten häuslichen Umgebung der Klienten statt, die Einsatzformen können individuell abgesprochen werden.
Beim „Deutschen Ausbildungsverein für Therapie-und Behindertenbegleithunde e.V.“ hat Körperintegrität und die Würde von Mensch und Hund oberste Priorität. Unsere Teams wissen das und achten zum Wohle aller auf eine realistische Einschätzung der Therapieeinheiten.
